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BewerbungsSTRATEGIEN
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Bei Ihrer Jobsuche können Sie auf verschiedene Strategien zurückgreifen. Im Folgenden finden Sie die zentralen Bewerbungsstrategien und erfahren außerdem ...
  
mit welchen Methoden Sie Ihre Arbeitssuche betreiben können;
 
wie Sie bei einer konkreten Inseratbewerbung vorgehen;
 
wie Sie sich unaufgefordert bewerben (Initiativbewerbung);
 
welche Möglichkeiten Personalberatungen bieten;
 
welche Chancen Ihnen Personalleasing ermöglicht;
 
wie Sie Ihr soziales Netzwerk nutzen;
 
wie Sie mit einem Stellengesuch für sich werben;
 
welches Angebot das Arbeitsmarktservice (AMS) für Sie bereithält.
 

Arbeitssuche

Der Arbeitsmarkt lässt sich bezüglich Jobsuche in zwei verschieden zu bearbeitende Bereiche, nämlich den öffentlichen- und den verdeckten Arbeitsmarkt, teilen.
 
Der öffentliche Arbeitsmarkt bezieht sich auf jene Stellenausschreibungen, die beispielsweise in Zeitungen, Online-Jobbörsen oder auch in AMS-Stellenlisten veröffentlicht werden. Mit diesen Informationsquellen suchen Sie die für Sie passenden Stellenangebote und reagieren darauf mit einer konkreten Inserat-Bewerbung. Laut Arbeitsmarktforschung werden jedoch nur ca. ein Drittel aller freien Stellen am öffentlichen Arbeitsmarkt vergeben.
 
Der Großteil der Arbeitsplatzvergabe erfolgt jedoch über den verdeckten Arbeitsmarkt. Das ist jener Teil des Arbeitsmarktes, bei dem freie Arbeitsplätze nicht zur offiziellen Ausschreibung gelangen, sondern sozusagen "unter der Hand" vergeben werden. Die Bearbeitung des verdeckten Arbeitsmarktes ist schwieriger und setzt gezielte Recherchen der verfügbaren Stellen voraus. Gleichzeitig bieten sich Ihnen hier jedoch auch mehrere verschiedene Möglichkeiten, Ihre Eigeninitiative, Kreativität und Ausdauer unter Beweis zu stellen. Über das Knüpfen und Pflegen persönlicher Kontakte (soziales Netzwerk), mittels Werbung in eigener Sache in Form von Stellengesuchen sowie Initiativbewerbungen können dabei mögliche Arbeitsplätze erschlossen werden.
 
Es gibt also keine allgemein gültige Bewerbungsstrategie, die Sie bei jeder Jobsuche sinnvoll anwenden können. Vielmehr müssen Sie auf Ihren Berufswunsch abgestimmte Strategien einsetzen. So sind beispielsweise persönliche Initiativbewerbungen (zB ein spontanes und unangekündigtes persönliches Gespräch mit dem Betriebsinhaber) im Gastronomiebereich üblich aber im Führungskräfte-Bereich nicht unbedingt zielführend.
 
Für eine professionelle Durchführung Ihrer Bewerbungsstrategien ist außerdem die Erstellung eines Bewerbungsplans empfehlenswert. Um nach Dutzenden von Bewerbungen nicht den Überblick zu verlieren, halten Sie in diesem Plan beispielsweise folgende Punkte fest:
Datum, Unternehmen, Kontaktmöglichkeiten, Ansprechperson, Bewerbungskontakte (telefonisch, eMail ...), aktueller Stand, noch zu erledigende Aktionen sowie konkrete Ergebnisse.
 

JOBlog - Tipps für die Bewerbung  (Werbung)

Inseratbewerbung

Wenn Sie sich auf öffentliche Stellenausschreibungen (zB aus Zeitungen oder Internet-Jobbörsen) bewerben möchten, sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Analyse dieser Ausschreibung legen. Lesen Sie daher in diesem Kapitel ...
 
wo Sie überall Stellenausschreibungen finden;
  welche Inhalte/Informationen Sie einer Stellenausschreibung entnehmen können;
welche unterschiedlichen Typen von Inseraten verwendet werden;
  wie Sie Ihre Inserat-Bewerbung richtig nachbereiten.
 
Allen Stellenausschreibungen ist gemein, dass sie aufgrund Ihrer öffentlichen Zugänglichkeit die Aufmerksamkeit vieler Leser wecken. Die "Konkurrenz" mit der Sie dabei konfrontiert werden, ist durchaus beachtlich und sollte nicht unterschätzt werden. Umso wichtiger ist es, die Inhalte der Inserate sehr genau zu analysieren und möglichst viele Zusatzinformationen einzuholen.
 
Wo Sie Stellenausschreibungen finden
 
Zeitungen und Zeitschriften
Stellenangebote finden Sie in regionalen und überregionalen Tageszeitungen, Wochenzeitschriften, Magazinen, Fachzeitschriften, Bezirksjournalen und Mitteilungen von Fachverbänden (Innungen, Kammern, Interessensvertretungen).
 
Internet
Das Interet wird dank seiner weiter steigenden Verbreitung/Nutzung auch zunehmend genutzt, um aktuelle Stellenangebote zu veröffentlichen; beispielsweise ...
direkt auf den Firmen-Websites,
über Online-Jobbörsen,
auf Websites von Zeitungen,
im AMS - eJob-Room,
in Personalberatungsfirmen
usw.
 
Neben der Suche von Online-Stellenausschreibungen sind über das Medium Internet auch Firmenrecherchen, Eintragungen in Listen von Jobbörsen und Personalberatern, direkte Bewerbungen wie auch Initiativbewerbungen über Online-Formulare oder per eMail möglich.
 
Stellenlisten des AMS
Diese Stellenlisten können Sie am Arbeitsmarktservice bzw. in den Job-Centres des AMS einsehen bzw. mit Samsomaten (Selbstbedienungscomputer) oder im Internet (eJob-Room) abrufen. Einzelne Stellenangebote bekommen Sie auch persönlich über AMS-Berater.
 
Aushänge
Öffentlich ausgeschriebene Jobangebote finden Sie nicht selten auch auf Anschlagtafeln und "schwarzen Brettern" zB in Universitäten, Kammern, Verbänden, Institutionen, Fachschulen bzw. auf Schildern mit "Gesucht" in Geschäftsauslagen oder als Aushang in Geschäften.
 
Wie Sie eine Stellenausschreibung richtig interpretieren
 
Je nach Umfang der jeweiligen Ausschreibungen, finden Sie mehr oder weniger ausführliche Informationen zu folgenden Inhalten:
Firmeninformationen (Größe, Branche, Stellenwert am Markt, Produkte, ...)
  Bezeichnung/Benennung der ausgeschriebenen Stelle
Beschreibung der Tätigkeitsbereiche bzw. der Aufgabenschwerpunkte
  Anforderungsprofil
  Unternehmensangebot (Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildung, Firmenwagen, ...)
Definition der gewünschten Bewerbungsunterlagen
Auflistung der Kontaktmöglichkeiten
 
Firmeninformationen
Der Abschnitt mit den Firmeninformationen erinnert oft an eine integrierte Werbeanzeige, mit der sich das Unternehmen im Rahmen der Stellenausschreibung
auch gleich selber positiv darstellen möchte. Dies soll einerseits möglichst viele Leser dazu veranlassen, sich zu bewerben und andererseits natürlich auch
Werbebotschaften unter allen Lesern verbreiten. Für Sie sind diese Selbstdarstellungen vor allem ein Hinweis darauf, wie sich das Unternehmen gerne
selbst sieht. Dies sollten Sie in weiterer Folge auch in Ihren Bewerbungsunterlagen berücksichtigen.
 
Stellenbezeichnung
Über die korrekte Interpretation der unterschiedlichen Job-Bezeichnungen wurden bereits eigene Bücher geschrieben. Lassen Sie sich jedoch durch die oft
beeindruckenden Namen der ausgeschriebenen Stellen (bevorzugt in englischer Sprache!) nicht verunsichern und schenken Sie den zumeist fett und groß gedruckten "Eye-Catchern" nicht zuviel Aufmerksamkeit. Auch das ist zumeist Teil der "Öffentlichkeitsarbeit" (s.o.), die mit Stellenausschreibungen geleistet werden soll.
Vermeiden Sie es ebenfalls, nur jene Inserate durchzulesen, die ganz bestimmte Positionsbenennungen enthalten. Auf diese Weise können Ihnen interessante Ausschreibungen mit ungewöhnlichen "Stellennamen" entgehen.
 
Tätigkeitsbereich
Wesentlich aussagekräftiger sind die konkreten Beschreibungen der Aufgaben- bzw. Tätigkeitsbereiche. Aufgrund dieser Angaben sollten Sie leichter beurteilen können, ob der derart beschriebene Job für Sie überhaupt in Frage kommt. Vor allem bei der Gestaltung Ihres Bewerbungsschreibens müssen Sie sich auf diese Tätigkeitsbereiche beziehen.
 
Anforderungsprofil
Ihre besondere Beachtung verdient der Absatz mit dem Anforderungsprofil. In ihm werden die erwarteten Kompetenzen und Qualifikationen zusammengefasst. In den wenigsten Fällen müssen Sie dem Profil zu 100% entsprechen, damit Sie zu einem Gespräch eingeladen werden. Zumeist reicht es schon, wenn Sie mit Ihrer Bewerbung für ca. zwei Drittel der genannten Forderungen ein konkretes und überzeugendes Angebot machen können.

Die folgende Auflistung möglicher Formulierungen für unabdingbare bzw. wünschenswerte Anforderungen sollten Sie bei der Überprüfung Ihrer "Eignung" jedoch unbedingt berücksichtigen.

Unabdingbare Anforderungen, bei denen kaum Kompromisse / "Abstriche" möglich sind, erkennen Sie an Formulierungen wie:
*  "absolut erforderlich"
*  "muss Ihnen vertraut sein"
*  "zwingende Voraussetzung ist"
*  "sollten selbstverständlich sein"
*  "sind wesentlich" u.ä.

Wünschenswerte Erwartungen (bei "Nichterfüllen" können Sie vielleicht ein vergleichbares "Ersatzangebot" machen) werden umschrieben mit:
*  "sind nach Möglichkeit vorhanden"
*  "idealerweise"
*  "würden wir begrüßen"
*  "ausbaufähige Kenntnisse"
*  "sind aber nicht Voraussetzung" u.ä.
 
Unternehmensangebot
In vielen Fällen finden Sie in der Stellenausschreibung auch konkrete Unternehmensangebote beschrieben, welche mehr oder weniger interessante Anreize
für die Bewerber in Aussicht stellen. Solche Angebote können sich beispielsweise auf Arbeitsklima, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, freiwillige Sozialleistungen, vorhandene Arbeitsmaterialien u.ä. beziehen. Vor allem in später folgenden Gehaltsverhandlungen sollten Sie diese Angebote konkretisieren und mit berücksichtigen.
 
Gewünschte Bewerbungsunterlagen
Werden genauere Angaben gemacht, welche konkreten Bewerbungsunterlagen erwartet werden, sollten Sie diesen Wünschen in der Regel auch nachkommen. Weitere Tipps zum Zusammenstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen finden Sie im Kapitel zu den Anlagen (s.u.).
 
Kontaktmöglichkeit
Hier wird angegeben, wohin und wie (bzw. über welches Transportmedium) Sie Ihre Bewerbung übermitteln sollen. Angeführte Kennziffern bzw. Namen von
Ansprechpersonen sollten Sie daher unbedingt in Ihr Bewerbungsschreiben einfließen lassen.

Das Anführen von Telefonnummern und eMail-Adressen ist übrigens eine indirekte Aufforderung, bei allen Unklarheiten und Fragen die Ihre Bewerbung betreffen, entsprechenden Kontakt herzustellen. Aber auch wenn Sie offene Fragen haben und keine Kontaktmöglichkeit angegeben wurde, zögern Sie dennoch nicht, diese in Erfahrung zu bringen. Schließlich sollten Sie jeden Telefon- bzw. eMail-Kontakt dazu nutzen, über die Stellenausschreibung hinausgehende Informationen einzuholen. Im Idealfall sprechen interessierte Personalisten bereits am Telefon die Einladung zum persönlichen Gespräch aus.
 
Verschiedene Arten von Stellenausschreibungen
 
Die offene Stellenausschreibung
Bei dieser Art von Inseraten ist klar ersichtlich, bei welcher Firma die ausgeschriebene Stelle zu besetzen ist. Sie sollen sich in diesem Fall also direkt und unmittelbar bei der Firma bewerben, die in der Stellenausschreibung mit Name und Kontaktmöglichkeit offen genannt wird.

Der Vorteil für Sie als Bewerber besteht darin, dass Sie dabei in der Lage sind, sofort direkten Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen zu können. Im Vorfeld Ihrer (schriftlichen) Bewerbung können Sie also versuchen, ...

* offene Fragen zur Bewerbung telefonisch oder per eMail zu klären;
* (falls noch nicht bekannt) den Namen der zuständigen Person zu eruieren;
* über telefonischen Kontakt gleich einen Gesprächstermin zu erwirken;
* zusätzliche Informationen über das Unternehmen / die zu besetzende Position

einzuholen, welche Sie dann gezielt in Ihre (maßgeschneiderte!) Bewerbung einfließen lassen.
 
Das Mittlerinserat
Auf den ersten Blick unterscheidet sich ein Mittlerinserat kaum von einer offenen Stellenausschreibung. Erst wenn es um die Beschreibung des arbeitgebenden Unternehmens sowie um die Kontaktmöglichkeit geht, werden Sie eine Information zumeist nicht vorfinden:
Den Namen sowie die genaue Anschrift der konkreten Firma.

Stattdessen werden Sie aber häufig an eine Personalberatung verwiesen, welche im Auftrag des personalsuchenden Unternehmens dann zumindest einen Teil des Recruitings (Personalauswahl) abwickelt.

Aber auch wenn Sie in diesem Fall nicht unmittelbar mit den potenziell arbeitgebenden Firmen Kontakt aufnehmen können, sollten Sie versuchen, bei den zuständigen Personalberatern weiterführende Informationen einzuholen. Diese können Ihnen in der Regel weitere Auskünfte liefern, die über die Anzeigeninhalte hinausgehen. Der Name des personalsuchenden Unternehmens wird in dieser Phase jedoch üblicherweise
(noch) nicht genannt.

Bereiten Sie sich bei einer telefonischen Kontaktaufnahme jedoch darauf vor, dass Sie bereits am Telefon mit bewerbungsrelevanten Fragen konfrontiert werden können (Lebenslauf zurechtlegen und mögliche Einstellungsfragen überdenken). Wenn Sie bereits beim Telefonieren einen geeigneten Eindruck hinterlassen, werden Sie vielleicht gleich direkt zum Gespräch eingeladen.
 
Die chiffrierte Stellenausschreibung
Bei diesem Inserattyp tritt an die Stelle der Firmendaten eine anonyme Chiffrenummer, unter der Sie Ihre Bewerbung entweder direkt an einen Zeitungsverlag oder an ein definiertes Postfach senden sollen. Ein Sperrvermerk am Kuvert ("Bitte nicht weiterleiten an ...") gibt Ihnen im Fall einer Weiterleitung die Sicherheit, dass Ihre Bewerbung nicht an Ihren aktuellen (oder ehemaligen) Arbeitgeber weitergegeben wird.

Leider ist es Ihnen in diesem Fall in der Regel nicht möglich, irgendwelche weiterführenden Informationen zu recherchieren. Dies ist umso bedauernswerter, da gerade die inhaltliche Aussagekraft von chiffrierten Inseraten oft sehr zu wünschen übrig lässt. Dennoch sollten Sie – falls Sie sich vom Inhalt eines solchen Inserates angesprochen fühlen – Ihre Bewerbungsunterlagen genauso auf die Ihnen zur Verfügung stehenden Informationen abstimmen, wie Sie das auch bei offenen Stellenausschreibungen tun.

Wenn Sie mit Ihrer Bewerbung nicht in die engere Wahl kommen sollten, rechnen Sie bei dieser Ausschreibung jedoch nicht mit einer Verständigung (Absage) durch die Firma. Bei Chiffre-Ausschreibungen werden diese üblicherweise nicht durchgeführt.
 
Die Nachbereitung Ihrer Stellenbewerbung
 
Aufgrund der höheren Zahl an Bewerbungen, die auf eine Stellenausschreibung hin bearbeitet werden müssen, kommt es oft zu erheblichen Verzögerungen bei deren Beantwortung. Manche Unternehmen schicken Ihnen deshalb nach dem Eintreffen Ihrer Bewerbungsunterlagen einen Zwischenbescheid, mit dem sie Ihnen den Erhalt und die weitere Bearbeitung bestätigen.

Sollten Sie jedoch nach 2 Wochen noch keine Reaktion erhalten haben, stellen Sie – sofern das möglich ist – Kontakt zum stellenausschreibenden Unternehmen her und erkundigen sich nach dem Verbleib Ihrer Bewerbung. Falls Sie mit Ihrer Bewerbung nicht in die engere Wahl kommen konnten, bestätigen Sie am besten Ihr Interesse und ersuchen um eine Evidenzhaltung Ihrer Unterlagen.
 
Was ist von Evidenz-Zusagen zu halten?
Bei der Evidenzhaltung erklären sich Personalverantwortliche bereit, Ihre Unterlagen zu archivieren, weil sie beim aktuellen Ausleseverfahren nicht mehr weiterberücksichtigt werden können. Ihre Bewerbungsunterlagen stehen so für spätere Auswahlprozesse - für die Sie eventuell besser geeignet sind - zur Verfügung.

Auch wenn manche Evidenz-Zusagen eher als "freundlichere Absagen" zu werten sind, erkennen immer mehr Unternehmen die Vorteile einer umfangreichen Evidenz an qualifizierten Bewerbern. Auf diesem Weg (wie übrigens auch bei der verstärkten Beachtung von Initiativbewerbungen) kann sich eine Firma im Idealfall viel Zeit, Aufwand und Geld für sich erübrigende öffentliche Stellenausschreibungen ersparen.

Nehmen Sie ein Evidenz-Angebot auf jeden Fall an und frischen Sie Ihren Wunsch nach einer weiteren Evidenzhaltung Ihrer Bewerbungsunterlagen im Abstand von 3-6 Monaten (zB telefonisch) wieder auf. Andernfalls könnte von Seiten des Unternehmens angenommen werden, dass Sie an einer möglichen Mitarbeit nicht weiter interessiert sind.
 

Initiativbewerbung

Eine Bewerbung, die auf Basis Ihrer Eigeninitiative erfolgt, wird alternativ auch noch unaufgeforderte Bewerbung, Blind- oder Aktivbewerbung genannt. Je nach Branche und Ihren persönlichen Stärken und Vorlieben können Sie Ihre Initiativbewerbung in schriftlicher, telefonischer bzw. persönlicher Form vorbereiten. Dazu erfahren Sie in diesem Kapitel folgende Informationen:
 
welche Vorteile mit einer Initiativbewerbung verbunden sind;
  was man bei einer Initiativbewerbung unbedingt beachten sollte;
wie Sie professionelle Unternehmensrecherche betreiben.
 

Immer mehr Personalverantwortliche erkennen, dass sich durch die Berücksichtigung und das Sammeln von - für sie - interessanten Initiativbewerbungen für den Fall eines tatsächlichen Personalbedarfs sehr viel Zeit/Aufwand/Geld sparen lässt. Dadurch kann vermieden werden, teure Stelleninserate formulieren-, Unmengen von eintreffenden Bewerbungsunterlagen selektieren- und eine beträchtliche Zahl von Gesprächen führen zu müssen. Personalisten sehen bei Bedarf die in Evidenz genommenen Initiativbewerbungen durch und laden jene Kandidaten ein, die am ehesten zur offenen Position passen könnten.

Erst wenn sich aus der Evidenzkartei kein geeignetes Personal rekrutieren lässt, greifen diese Personalverantwortlichen auf eine Stellenausschreibung zurück. Aus diesem Grund gehen auch immer mehr Unternehmen dazu über, ihr Personal zunächst einmal über die Initiativbewerbung- und erst danach bzw. nur in Ausnahmefällen sofort (zB bei der Suche nach Spezialisten) über Stellenausschreibungen auszuwählen.

 

Die Vorteile einer Initiativbewerbung

 
Im Vergleich zur Inseratbewerbung können Sie bei der Initiativbewerbung in der Regel mit deutlich weniger Konkurrenz rechnen. Die Wahrscheinlichkeit - im Falle eines Personalbedarfs – zu einem Gespräch eingeladen zu werden, ist also deutlich höher. Auch bei der Gehaltsverhandlung kann sich der verminderte Konkurrenzdruck positiv auswirken.
   
  Mit Ihrer Initiativbewerbung beweisen Sie den Personalisten, dass Sie über Eigeninitiative verfügen. Auf diese Schlüsselqualifikation wird in vielen Unternehmen ein immer größerer Wert gelegt.
   
  Durch Ihre selbstständige Unternehmensrecherche haben Sie die Möglichkeit, den Kreis Ihrer potenziellen Arbeitgeber selber zu bestimmen. Sie bewerben sich (nur) bei genau den Firmen, welche - aufgrund vorher festgelegter Selektionskriterien - für Sie interessant sind.
   
Durch eine besonders anregende/originelle/qualifizierte Initiativbewerbung können Sie Personalverantwortliche im Idealfall überhaupt erst dazu veranlassen, eine entsprechende Stelle - für Sie - zu schaffen ("Diesen Bewerber muss ich unbedingt für unsere Firma gewinnen!").
 
Was Sie bei der Initiativbewerbung beachten sollten
 
Bei allen genannten Vorteilen sind Sie dennoch auf einen Außenfaktor angewiesen - die Gunst des richtigen Augenblicks. Weil Sie nicht wissen (können), in welchem Unternehmen demnächst Personalbedarf herrschen wird, sollten Sie Ihre Einladungswahrscheinlichkeit auch durch eine entsprechend hohe Anzahl an Aktivbewerbungen vergrößern.

Die Wahrscheinlichkeit, auf Basis einer geeigneten Initiativbewerbung eingeladen zu werden, liegt – je nach Zeitpunkt, Branche, Position und Qualifikation - bei ca. 5%; das bedeutet, dass man mit 100 verschickten Aktivbewerbungen im Durchschnitt etwa fünf Gespräche erreichen kann. In manchen Branchen und/oder mit bestimmten (besonders gefragten) Qualifikationen sind jedoch Erfolgs-Werte von bis zu 50% keine Seltenheit. Berücksichtigen Sie diese Daten bei der Bestimmung Ihrer Initiativbewerbungs-Intensität.

Bereits im Vorfeld Ihrer Initiativbewerbung ist es wichtig, die für Personalaufnahmen zuständige Person ausfindig zu machen und entsprechende Firmeninformationen zu recherchieren, da Sie den Zustellprozess verkürzen- und Ihre Erfolgschancen erhöhen können, wenn Sie die Entscheidungsträger persönlich ansprechen und konkrete Firmeninformationen in die Bewerbungsunterlagen einfließen lassen. Für die Empfänger Ihrer Initiativbewerbung sollte klar ersichtlich sein, warum Sie gerade in ihren Unternehmen mitarbeiten wollen!

Beschreiben Sie in Ihren Initiativbewerbungs-Unterlagen ganz klar und konkret, für welche Positionen/Tätigkeiten/Bereiche Sie einsetzbar sind. Je umfangreicher Sie Ihr prinzipielles Einsatz-Angebot gestalten, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass in einem der genannten Bereiche tatsächlich Personalbedarf besteht und Sie zu einem weiterführenden Gespräch eingeladen werden ...

Da Sie sich hier bei der Beschreibung Ihrer Qualitäten nicht auf das Anforderungsprofil einer Stellenausschreibung stützen können, sollten Sie sich genau überlegen, auf welche Ihrer Kompetenzen die jeweilige Firma besonderen Wert legen könnte. Genau diese Qualifikationen sollten Sie idealerweise in jedem Ihrer Initiativ-Bewerbungsschreiben aufs Neue transportieren.

Wenn Sie 1-2 Wochen nach Absenden Ihrer Initiativbewerbung keine Reaktion erhalten, nehmen Sie am besten telefonischen Kontakt mit der personalverantwortlichen Person auf. Erkundigen Sie sich dabei, ob Ihre Bewerbung überhaupt eingetroffen ist bzw. ob Sie vielleicht die Möglichkeit zu einem "unverbindlichen Informationsgespräch" erhalten. Wenn Sie keinen Gesprächstermin erhalten, ersuchen Sie am besten um eine Evidenznahme Ihrer Unterlagen, damit die Personalverantwortlichen bei der nächsten Personalsuche gleich auch auf Ihre Bewerbung zurückgreifen können.
 
Unternehmensrecherche
 
Professionelle Adressrecherchen von interessanten Unternehmen und das Sammeln relevanter Firmeninformationen bilden die Grundlage Ihrer Initiativbewerbung (s.o.). Dabei können Sie u.a. auf folgende unterschiedliche Informationsquellen zurückgreifen:
 
Adressrecherche in Verzeichnissen
In den - im Anschluss exemplarisch aufgelisteten - angeführten Verzeichnissen können Sie Adressen und zum Teil auch firmenspezifische Zusatzinformationen recherchieren:
Telefonbücher: Herold Gelbe Seiten, Goldene Seiten ...
Branchenverzeichnisse und Adresshandbücher
Magazine & Zeitschriften: Wirtschaftsblatt, Gewinn, Trend ...
elektronische Datenbanken: auf DVD/CD-Rom
    (zB Herold Business Marketing, Compass-Gruppe, Hoppenstedt ...)
Internet: Online-Datenbanken, -Telefonbücher, -Branchen- & -Firmenverzeichnisse
 
Firmenspaziergang
Für kommunikative Personen, die beispielsweise in Bereichen wie Verkauf, Gastronomie, Handwerk, Lager u.ä. Einsatzfelder einen Arbeitsplatz suchen, bietet sich ein sogenannter "Firmenspaziergang" an. Bei diesem Spaziergang in Ihrem persönlichen Einzugsgebiet erkunden Sie interessante Firmen und holen dabei auch gleich die erforderlichen Informationen ein. Entweder Sie bewerben sich gleich direkt und persönlich bei der zuständigen Person oder Sie versenden im Anschluss an Ihren "Spaziergang" eine entsprechend aufbereitete schriftliche Initiativbewerbung.
 
Öffentliche Informationsstellen
Berufsinformation der Wiener Handelskammer (BIWI), Berufsinformationszentrum (BIZ), Job-Center des AMS, Wirtschaftskammer, Kammer für Arbeiter und Angestellte, Interessensvertretungen, Fach- und Berufsverbände, Innungen ...
 
Medienbeobachtung
Nutzen Sie TV, Radio, Zeitschriften und Internet, um Daten über den aktuellen Arbeitsmarkt zu sammeln. Durch Informationen über aktuelle Ereignisse und/oder Trends in Ihrer Branche, über Geschäftseröffnungen, Unternehmens-Expansionen oder Ausweitung von Konzern-Bereichen erhalten Sie auch Anregungen für Ihre Initiativbewerbungen ...
 
Weitere Informationsquellen
*  Internet-Suchmaschinen
*  Bibliotheken und Buchhandlungen
*  Publikationen von Firmen (Firmenmagazine ) und Organisationen
*  Fach- und Job-/Recruiting-Messen
 
Die für Ihre Initiativbewerbung zur Auswahl stehenden Firmen können Sie beispielsweise mittels folgender Kriterien selektieren und in eine Rangreihung bringen:
*  Firmen- / Betriebs-Standort (Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes)
*  Branche (vorhandene Branchenkenntnisse)
*  Firmengröße (Allrounder- vs. Spezialisten-Mentalität)
*  Import-/Export-Tätigkeit des Unternehmens (Fremdsprachenkenntnisse)
*  Existenz entsprechender Abteilungen (zB Labor, Marketing-Abteilung, ...)
*  Konzernsitz bzw. -ursprung (hinsichtlich Internationalität eines Unternehmens)
*  Fuhrparkgröße (zB für KFZ-Techniker, Fahrer und Chauffeure)
*  Firmen-Gründungsjahr (hinsichtlich Unternehmens-Stabilität und  -Zukunft)
*  alle in Frage kommenden Firmendaten, die mit Ihren Kompetenzen in Zusammenhang stehen
 

Personalberatung

Personalberater unterstützen Unternehmen bei sämtlichen Recruiting-Angelegenheiten bis hin zur Übernahme des gesamten Personalsuch-Prozesses. Dieser kann über Mittlerinserate, Direktansprache ("Head-Hunting" bzw. "Executive-Search") und Bewerberevidenz abgewickelt werden. Dadurch gibt es für Bewerber auch prinzipiell die Möglichkeit, eine Initiativbewerbung - mit der Bitte, diese in Evidenz zu nehmen und bei Bedarf auf die entsprechenden Unterlagen zurückzugreifen - an eine Personalberatung zu senden.

Personalberatungsfirmen bieten ihren Auftraggebern auf Wunsch auch die Möglichkeit, bei der Personalsuche anonym bleiben zu können. Wenn Sie sich also über eine Personalberatung bewerben, wissen Sie zumeist nicht, für welches konkrete Unternehmen Personal gesucht wird. Lassen Sie sich von diesem Umstand aber nicht von einer Bewerbung abhalten. Spätestens wenn Sie für den Personalberater in den Kreis der interessantesten Bewerber kommen, wird Ihnen der Name des personalsuchenden Unternehmens genannt, und dann können Sie Ihre Bewerbung gegebenenfalls immer noch zurückziehen.

Beim Erstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen gehen Sie am besten genauso vor, wie bei einer offenen Stellenausschreibung. Nachdem Sie hier in der Regel das Unternehmen (noch) nicht kennen, erklären Sie am besten konkret und - für den Leser - nachvollziehbar, warum der beschriebene Aufgaben- bzw. Verantwortungsbereich für Sie so besonders reizvoll ist. Wenn der Unternehmensname nicht genannt wird, können Sie mit einem Sperrvermerk am Kuvert bzw. im eMail-Begleittext ("Bitte nicht weiterleiten an ...") veranlassen, dass Ihre Bewerbung nicht an aktuelle oder ehemalige Arbeitgeber weitergeleitet wird.

Bei offenen Fragen zu Ihrer Bewerbung nehmen Sie am besten gleich unmittelbaren Kontakt mit den zuständigen Personalberatern auf. Bereiten Sie sich jedoch auf derartige Telefonkontakte gut vor, da in deren Rahmen oft auch Fragen angesprochen werden, die üblicherweise erst im Vorstellungsgespräch gestellt werden. Seien Sie sich bei einem weiterführenden Gespräch mit einem Personalberater stets bewusst, dass Sie es dabei zumeist mit ausgebildeten Recruiting-Profis zu tun haben. Diese legen im Gespräch in der Regel besonderen Wert auf die persönlichkeitsbezogenen- bzw. motivationalen Aspekte Ihres Werdeganges ...
Eignungsdiagnostik (mit Intelligenz-, Belastungs- und Persönlichkeitstests) sowie die sogenannten Assessmentcenter (aufwendige und meist interaktive Einstufungs- und Beurteilungsübungen v.a. zur Bestimmung Ihres beruflich relevanten Sozialverhaltens) werden heutzutage oft von Personalberatungen durchgeführt, sofern dies von den Auftraggebern gewünscht und angeordnet wird. Wenn Sie sich auf derartige Personalauswahl-Methoden, die üblicherweise bereits im Vorfeld bekannt gegeben werden, professionell vorbereiten wollen, ziehen Sie am besten ein "Persönliches Coaching" in Erwägung ...

Die Auftraggeber (also die personalsuchenden Unternehmen) bekommen nach abgeschlossenem Auswahlverfahren in der Regel vom Personalberater einen Vorschlag mit den am besten geeigneten Bewerbern präsentiert und treffen dann in der Regel selber die letzte Entscheidung.

Einen Überblick über die bekannteren österreichischen Personalberatungsfirmen, welche zum Teil auch auf bestimmte Branchen oder Berufsgruppen spezialisiert sind, finden Sie
hier.
 

Personalleasing / Arbeitskräfteüberlassung

Personal-LEIHfirmen erfreuen sich nach wie vor wachsender Beliebtheit und können die Basis für eine feste Anstellung bei einem Unternehmen sein. Im Unterschied zur Personalberatung, bei der Personalberater lediglich eine Recruiting-/Vermittler-Position zwischen Arbeitgeber und Bewerber übernehmen, stellt eine PersonalLEASINGfirma geeignete Arbeitskräfte direkt bei sich an. Diese Arbeitskräfte können nun von jedem Unternehmen mit vorübergehendem Personalbedarf (Einsatzfirmen) vom Arbeitskräfteüberlasser für einen bestimmten Zeitraum geleast/"geliehen" werden.

Zu den bekanntesten Personalbereitstellern in Österreich zählen u.a. Trenkwalder, Manpower und Adecco, wobei sich einige von Ihnen auf bestimmte Bereiche spezialisieren und überdies zusätzlich auch noch Personalberatungs-Funktionen anbieten. Zur Seriosität bestimmter Leihfirmen kann im Zweifelsfall auch bei Arbeiterkammer oder AMS nachgefragt werden.

Wenn Sie bei einem Personalleasing-Unternehmen beschäftigt sind, werden Sie – je nach Auftragslage – immer wieder aufs Neue an sogenannte "Einsatzfirmen" verliehen. Je nach Auftragsdauer arbeiten Sie dann zwischen ein paar Tagen bis zu einigen Monaten (in Ausnahmefällen auch über Jahre) in der Einsatzfirma.

Für diese Art der Beschäftigung muss man zwar flexibel und anpassungsbereit sein, gleichzeitig bietet sie dafür aber auch einige Vorteile zum leichteren (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben. Berufsein- oder -umsteiger können auf diesem Weg bereits in kurzer Zeit in verschiedenen Unternehmen Eindrücke sammeln, bevor sie sich dann erst für ein Wunsch-Unternehmen entscheiden.

Bewerber können dabei auch ihre Schlüsselqualifikationen (Flexibilität, Mobilität, hohe Lern- und Anpassungsbereitschaft ...) unter Beweis stellen sowie wertvolle praktische Berufserfahrungen sammeln, die Sie in weiterer Folge auch entsprechend überzeugend in den Bewerbungsunterlagen transportieren können. Außerdem kommt es im Zuge der Arbeitskräfteüberlassung ebenfalls nicht selten vor, dass Einsatzfirmen geleastes Personal, mit dem sie besonders zufrieden waren, direkt bei sich weiter beschäftigen ...
 

Soziales Netzwerk

Neben all den bisher besprochenen Bewerbungsstrategien sollten Sie eine gerade in Österreich nach wie vor wichtige Informationsquelle für den "verdeckten Arbeitsmarkt" besonders berücksichtigen - die Mundpropaganda innerhalb Ihres sozialen Netzwerks, welches sich beispielsweise aus Familie, Freunden, Verwandten, Bekannten, Nachbarn, ehemaligen Schul-, Vereins- und Arbeitskollegen u.ä. zusammensetzen kann. Das Wissen dieses Netzwerkes - auch über freie bzw. frei werdende Stellen - sollten Sie in der Folge ebenfalls systematisch für Ihre Recherchen nutzen ("Networking").

In vielen Unternehmen wird vor einer offiziellen Stellenausschreibung die neu zu besetzende Stelle zunächst einmal innerhalb der Firmenbelegschaft bekannt gegeben. Die Mitarbeiter können sich in der Folge entweder selbst um den neuen Posten bewerben oder aber auch eine Empfehlung für eine Person aus ihrem Bekanntenkreis abgeben. Aber auch wenn eine Firma diese Empfehlungsstrategie nicht ausdrücklich anwendet, weiß die Firmenbelegschaft in der Regel, ob bzw. in welchen Zeitrahmen neue Mitarbeiter gesucht werden; und genau diesen Wissensvorsprung der Beschäftigten sollten Sie sich zu Nutzen machen.

Zögern Sie also nicht, den Informationsstand Ihres Bekannten- und Verwandtenkreises systematisch auch für Ihre Arbeitssuche zu nutzen, indem Sie ...
*  Ihren Bekannten möglichst konkret mitteilen, in welchen Bereichen und für welche Positionen Sie Beschäftigung suchen;
  *  diese ersuchen, sich auch in der eigenen Firma und wiederum im Bekanntenkreis nach offenen bzw. frei werdenden Stellen umzuhören;
*  bei Rückmeldung eventuell interessanter Neubesetzungen am besten gleich eine Initiativbewerbung an die entsprechende Firma senden.
Wenn es nicht ausdrücklich gewünscht wird, sollten Sie sich bei dieser Initiativbewerbung aber nicht unbedingt auf den "Tipp aus dem Bekanntenkreis" beziehen. Befragen Sie aber jedenfalls Ihre "Quelle" nach hilfreichen Informationen für die Gestaltung Ihrer Bewerbungsunterlagen (zB mögliches Anforderungsprofil, zuständige Ansprechperson, Firmenphilosophie, Rahmenbedingungen u.ä.).
 

Stellengesuch

Mit einem Stellengesuch (auch "Eigeninserat" genannt) bieten Sie Ihre Qualifikationen und Mitarbeit - ähnlich einer Stellenausschreibung - in einem öffentlichen Rahmen an. Im Folgenden erfahren Sie ...
 
*  wie Sie Ihr Stellengesuch inhaltlich aufbauen;
  *  wo Sie Ihr Stellengesuch veröffentlichen können;
*  mit welchen Reaktionen auf Ihr Stellengesuch Sie rechnen müssen.
 
Wie Sie Ihr Stellengesuch inhaltlich aufbauen
 
Wenn Stellengesuche in Printmedien veröffentlicht werden sollen, müssen Sie die Einschaltung nicht selten pro Wortanzahl bezahlen. Aber auch bei kostenlosen Einschaltungen von Eigeninseraten in Zeitungen oder im Internet steht zumeist nur beschränkter Platz (Wort- oder Buchstabenanzahlbegrenzung) zur Verfügung. Die Anforderung an diese Bewerbungsstrategie kann also nur lauten:
Die – für die Leser - wichtigsten Informationen möglichst kurz und prägnant transportieren.

Im Prinzip ist ein Stellengesuch ein - in Stichworten - auf das Allerwesentlichste reduzierte Initiativ-Bewerbungsschreiben. Wenn Sie bereits über ein solches Schreiben verfügen, lesen Sie es am besten noch einmal genau durch und markieren dabei die wichtigsten Worte. Anschließend stellen Sie diese Informationen am besten in folgender Reihenfolge zu Ihrem Stellengesuch zusammen:
*  die Berufsbezeichnung/en, mit denen Sie Ihre Mitarbeit anbieten wollen (diese werden oft als "Blickfang" z.B. mit Fettdruck hervorgehoben)
  *  die (oft in Klammer gesetzte) Altersangabe  - muss nicht unbedingt angegeben werden
*  die wichtigsten bzw. aktuellsten beruflich relevanten Ausbildungen (auch auf überdurchschnittlich gute Abschlüsse ausdrücklich hinweisen!)
*  die wichtigsten bzw. relevantesten Aspekte Ihrer bisherigen Berufserfahrung
*  erwähnenswerte bzw. beruflich interessante Zusatzqualifikationen
*  Ihre Schlüsselqualifikationen (persönlichkeitsbezogene Charakterzüge, die für Ihr Berufsfeld förderlich sind)
*  Ihre gewünschten Einsatzbereiche – bezogen auf Arbeitsort, -inhalte, -positionen, -rahmenbedingungen usw.
Kontaktmöglichkeit/en, die bisweilen auch vom Einschaltmedium vorgegeben werden (zB Email-Adresse, Telefon-/Chiffre-Nummer, Kennwort ...)
 
Bei aller gebotener Kürze Ihres Inserates sollten Sie sich dennoch stets vor Augen halten, was sich Leser/Personalentscheider von Ihrem Eigeninserat erwarten –  nämlich v.a. Antworten auf die folgenden Fragen:
*  In welchen konkreten Bereichen sind Sie überhaupt einsetzbar?
  *  Was kann mir der Inserierende konkret anbieten?
*  Was setzt der Anbieter selbst voraus?
 
Diesen Kriterien zufolge ist folgender Text ein gutes Beispiel für ein gelungenes Stellengesuch:
Biochemiker (39), Dr.rer.nat., mehrjährige Erfahrung in der Proteinchemie (Schwerpunkt: Allergieforschung), verhandlungsfähiges Englisch und Französisch, umfangreiche EDV-Anwenderkenntnisse (MS-Office), zielorientiert und genau, sucht europaweit verantwortungsvolles Aufgabengebiet in der Forschung; mailto:stellengesuch@1a.at
 
Wo Sie Ihr Stellengesuch veröffentlichen können
 
Das ideale Veröffentlichungsmedium für Ihr Stellengesuch hängt einerseits vom Bereich ab, in dem Sie Ihre Mitarbeit anbieten wollen und andererseits auch vom Ausmaß Ihres möglichen "Einzugsgebietes", in dem Sie bereit sind, zu arbeiten. Demzufolge ergeben sich beispielsweise folgende Medien, in denen Sie Ihr Angebot veröffentlichen können:
Regionalzeitungen: wenn sich Ihre "Pendelbereitschaft" in erster Linie auf die nähere Umgebung beschränkt
  Tageszeitungen: werden zwar von vielen gelesen, die Inserat-Schaltung in denselben ist aber in der Regel nicht billig
Internet-Jobbörsen: Online-Eigeninserate sind hier oft kostenlos und schnell verfügbar (z.B. eJob-Room)
Fachzeitungen und –zeitschriften: werden vorrangig von einem Fachpublikum gelesen und empfehlen sich daher für fachliche Spezialisten/Experten
  Internetseiten von Zeitungen: veröffentlichen manchmal auch Online-Eigeninserate
  Eigene Homepage: bietet u.a. auch Gelegenheit zur Platzierung Ihres Stellengesuchs
 
Was Sie nach der Veröffentlichung erwartet
 
Wie viele interessante Reaktionen Sie auf Ihr Eigeninserat erhalten, ist sehr schwer vorhersagbar. Zu viel hängt dabei von Zufallsaspekten ab - z.B. ob der richtige Personalist zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Zeitung schaut. Wie sinnvoll eine bestimmte kostenpflichtige Inseratschaltung überhaupt ist, kann im Vorfeld kaum entschieden werden. Sie sollten aber in jedem Fall Ihr Eigeninserat optimal vorbereiten und die immer zahlreicher angebotenen Möglichkeiten der kostenlosen Inseratschaltung bevorzugt nutzen.

Nachdem Ihr Eigeninserat veröffentlicht wurde, sollten Sie jedenfalls auch – in Abhängigkeit von der angegebenen Kontaktmöglichkeit – einfach, zuverlässig und kurzfristig erreichbar sein.

Stellen Sie sich überdies darauf ein, dass Sie wahrscheinlich auch mit Angeboten konfrontiert werden, die mit Ihren Inseratangaben kaum oder gar nicht übereinstimmen. Potenzielle "Keiler" und Strukturvertriebs-Mitarbeiter werden laufend auch unter den Eigeninserenten gesucht, wobei es für diese "Job-Anbieter" in der Regel ziemlich unerheblich ist, ob Sie sich für derartige Tätigkeiten selber auch tatsächlich anbieten/interessieren ...
 

Arbeitsmarktservice (AMS)

Das Arbeitsmarktservice nimmt unter den personal-vermittelnden Institutionen in Österreich eine führende Position ein. Über das AMS können Sie beispielsweise folgende Strategien im Rahmen Ihrer Jobsuche verfolgen:
*  Unterstützung durch einen persönlichen AMS-Berater
*  Zugang zu Stellenausschreibungen, Stellenlisten, eJob-Room ...
*  kostenlose Einschaltung und Weiterleitung Ihres Stellengesuchs
*  Job-Center – Information, Unterstützung, Personalberatung
*  Informationen über geförderte Beschäftigungsprojekte & gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung
 
Weitere Serviceleistungen bieten Ihnen Informationen und Hilfestellung rund um die Arbeitssuche:
*  BerufsInformationsZentren (BIZ)
  *  Arbeitsmarktforschung – Informationen über den aktuellen Arbeitsmarkt
*  Versicherungsleistungen – Arbeitslosengeld, Notstandshilfe ...
*  Förderungen – Qualifizierung, Mobilitäts- und Eingliederungsbeihilfen ...
 
Für weiterführenden Detailinformationen verweisen wir auf die Website des Arbeitsmarktservice (AMS).
 
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"die  BEWERBUNGSBERATUNG.AT  war für mich hilfreicher, als 10 Bewerbungsbücher"                                                                                                                                      "effektiver kann man kaum in seine Karriere investieren"                                                                                                                                            "dank der BEWERBUNGSBERATUNG.AT erhalte ich jetzt auch wieder Einladungen zu Vorstellungsgesprächen"                                                                                                                                            "mit einem DERART schnellen, kompetenten und ausführlichen Feedback hätte ich wirklich nicht gerechnet"                                                                                                                                             "wenn ich die  BEWERBUNGSBERATUNG.AT  nur schon früher gekannt hätte"                                                                                                                                             "erst JETZT kann ich mir sicher sein, wirklich perfekte Unterlagen zu versenden"                                                                                                                                             "die BEWERBUNGSBERATUNG.AT wäre mir das Vielfache des veranschlagten Betrages wert gewesen"                                                                                                                                             "bequemer als per eMail kann man Bewerbungsberatung wirklich nicht in Anspruch nehmen"                                                                                                                                             "die BEWERBUNGSBERATUNG.AT ist für jeden Bewerber schon fast ein „Muss“"                                                                                                                                             "meine Bewerbungsunterlagen können sich jetzt wirklich sehen lassen"