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| Bewerbungsunterlagen MÜSSEN ... |
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*
absolut frei von sämtlichen Tipp-, Rechtschreib- und
Oberflächlichkeitsfehlern sein.
Verlassen Sie sich dabei nicht allein auf die
Rechtschreibkontrolle Ihres Textverarbeitungsprogramms! |
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*
- falls Anlagen erwartet werden - einwandfreie und gut lesbare
Kopien/Scans (zB von Zeugnissen) enthalten. |
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*
für Briefpostbewerbungen:
- sauber und knitterfrei gestaltet sein
- frei von nachträglichen (sichtbaren) Korrekturen auf dem
Ausdruck sein
- ausreichend/korrekt (gewichtsabhängig) frankiert sein |
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| Bewerbungsunterlagen SOLLEN ... |
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* Per
PC/Computer mit einem zeitgemäßen
Textverarbeitungsprogramm erstellt werden. |
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*
möglichst von anderen Personen überprüft / Korrektur gelesen
werden (KOMPLETT-Service).
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| Per Briefpost gesendete Bewerbungsunterlagen KÖNNEN ... |
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*
sofern die Bewerbung nicht zu umfangreich ausfällt, in
gefalteter Form im DL- (110x 220mm) oder C5-Kuvert (162x229mm)
verschickt werden. |
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* als
umfangreichere Bewerbungsmappe (mit Anlagen) im C4-Kuvert
(229x324mm) versendet werden. |
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*
Anschrift und Absenderadresse im Sichtfenster und/oder
direkt auf dem Kuvert enthalten. |
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Lebenslauf
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| Ihr Lebenslauf - auch "Curriculum Vitae" oder kurz CV genannt -
bildet die Grundlage Ihrer gesamten Bewerbungsunterlagen. Dem Lebenslauf
entnehmen Personalisten alle wesentlichen Stationen aus dem Werdegang
eines Bewerbers. Damit Sie mit Ihrem Lebenslauf einen professionellen
Eindruck vermitteln, lesen Sie anschließend ... |
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* in welcher
Form
ein zeitgemäßer Lebenslauf gestaltet wird; |
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* mit welchen
Inhalten heutzutage
Lebensläufe versehen werden; |
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| Die zeitgemäße Form des Lebenslaufes |
| Mit handschriftlichen Lebensläufen (womöglich auch noch in
ausformulierter "Aufsatzform") vermitteln Sie Personalentscheidern, dass
Sie mit Ihrem Bewerbungs-Know-How nicht mehr auf dem aktuellen Stand
sind. Wenn also in der Stellenausschreibung nicht ausdrücklich eine
bestimmte Lebenslaufform gewünscht wird, erwarten
Personalverantwortliche heutzutage einen sogenannten tabellarischen
Lebenslauf. Bei der Gestaltung desselben sollten folgende Punkte
berücksichtigt werden: |
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Gliedern Sie übersichtlich und einheitlich:
Durch die konsequente und durchgehende tabellarische Trennung von
Zeitangaben (zB am linken Seitenrand) und inhaltlichen Angaben (im
Abstand von einigen Tabulatorschritten) finden sich Personalentscheider
beim Analysieren und Nachvollziehen Ihres Werdeganges leichter zurecht.
Bei der inhaltlichen Beschreibung sollte mit prägnanten, anschaulichen
und aussagekräftigen Stichworten (keine Satz-Formulierungen!) die
Aufmerksamkeit auf relevante/verwertbare Inhalte gelenkt werden.
Der ideale Umfang des Lebenslaufes umfasst - je nach Alter und
Umfang der gesammelten Berufserfahrungen - eine bis zwei (möglichst
volle) A4-Seite/n. Eine durchgehend einheitliche Gestaltung von
Seiteneinteilung und Layout runden einen ansprechenden optischen
Eindruck ab.Vermeiden Sie biografische Lücken:
In der Regel sollte der Lebenslauf - beginnend mit dem Schuleintritt bis
zum Zeitpunkt der Bewerbung - den gesamten Werdegang durchgehend und
aufeinander aufbauend erläutern. Undokumentierte Zeitlücken
sollten dabei unbedingt vermieden werden, da deren Interpretation durch
den/die Personalentscheider mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ
ausfallen.
Auch wenn man in so manchen "Ratgebern" Gegenteiliges liest, sollten
Angaben zu Zeiten persönlicher Beschäftigungs-/Arbeitslosigkeit,
Krankheiten u.ä. negative Inhalte – wenn irgend möglich – durch
positivere Informationen wie Weiterbildung, Auslandsaufenthalte,
Bildungsreise, Hausbau usw. ersetzt werden. Dabei sollten natürlich auch
alle Tätigkeiten außerhalb der "üblichen" Erwerbsarbeit (zB
ehrenamtliche Arbeiten oder Aushilfstätigkeiten) sowie geringfügige
Beschäftigungen berücksichtigt und angeführt werden.
Wenn die letzte/aktuelle Position - als besonders bewerbungsrelevant -
hervorgehoben bzw. betont werden soll, empfiehlt sich die sogenannte
anti-chronologische Zeiten-Reihenfolge, bei der die Stationen des
Lebenslaufes - beginnend mit dem letzten Dienstverhältnis - zeitlich
abfallend gegliedert werden.
Ein "Roter Faden" erleichtert die Nachvollziehbarkeit:
Ein überzeugender Lebenslauf sollte idealerweise auch eine gewisse
inhaltliche und/oder funktionelle Weiterentwicklung transportieren. Auch
wenn Sie zB in verschiedenen Branchen und/oder in unterschiedlichen
Berufsfeldern/-funktionen tätig waren, sollte man Ihrem Lebenslauf eine
chronologische Erweiterung Ihrer Tätigkeits- oder Verantwortungsbereiche
entnehmen können. |
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| Der Inhalt eines tabellarischen Lebenslaufes |
| Normalerweise genügt es, einen Lebenslauf zu gestalten und
diesen als stets gleichbleibende/unveränderte Grundlage Ihrer Bewerbung
immer wieder aufs Neue beizulegen. Falls Sie sich jedoch in völlig
unterschiedlichen Berufsfeldern, Branchen oder für gänzlich neue
Einsatzbereiche bewerben wollen, macht es durchaus Sinn, mehrere
Lebensläufe, die Sie jeweils inhaltlich auf die jeweiligen Bereiche
abstimmen, zu gestalten. Im Folgenden finden Sie jene
Informations-Kategorien, über die ein zeitgemäßer Lebenslauf informieren
soll: |
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Persönliche Daten / Persönliche Angaben / Zur Person
Hier führen Sie Name, Anschrift, Telefonnummer/n und Email-Adresse an.
Außerdem werden üblicherweise Geburtsdaten, Familienstand, Kinder
(Anzahl und Geburtsjahr) sowie Staatsbürgerschaft aufgelistet, wobei es
bereits bei der Beschreibung der persönlichen Daten empfehlenswert ist,
die grundlegende tabellarische Grundstruktur (Spalteneinteilung)
anzuwenden.
Schulische- / Berufliche- /Ausbildung
Bei der Beschreibung des Ausbildungsverlaufs wird zwar oft zwischen
"Schulbildung" und "Berufsausbildung" unterschieden, da jedoch bei
manchen Bildungswegen eine derart strikte Trennung nicht möglich ist,
können diese Angaben auch unter der gemeinsamen Kapitelüberschrift
"Ausbildung" zusammen gefasst werden.
Sämtliche Ausbildungsdaten werden in der Regel mit den entsprechenden
Jahreszahlen (zB 1980-1985) verknüpft. Wesentliche Abschlussprüfungen (zB
Lehrabschlussprüfung, Matura, Sponsion/Dissertation) sollten extra (am
besten auch gleich mit dem entsprechenden Prüfungsdatum) dokumentiert
werden.
Neben Ausbildungsart, -stätte und –ort sollten auch
kurze/stichwortartige Angaben zu relevanten
Ausbildungsschwerpunkten u.ä. gemacht werden. Auf alle
überdurchschnittlichen Prüfungsergebnisse, Auszeichnungen und ähnliche
positive "Leistungs-Zertifizierungen" sollte im Lebenslauf ebenfalls
ausdrücklich hingewiesen werden.Beruflicher Werdegang /
Berufspraxis /-weg /-tätigkeit
Der Beschreibung der Berufspraxis sollte von den meisten Bewerbern - als
dem Hauptteil des Lebenslaufes - der umfassendste Platz eingeräumt
werden. Auch hier werden in einer eigenen Spalte die Zeitangaben
platziert, wobei eine durchgehende Dokumentation der Monatsangaben (zB
01/1990 – 08/1995) die Idealform darstellt, solange dadurch keine
mehrmonatigen, undokumentierten Lücken offen bleiben.
Neben dem Namen der Firma, bei der man beschäftigt war/ist, empfiehlt
sich eine kurze Brancheninformation sowie die Angabe des Arbeitsortes (zB
1070 Wien). Ergänzen Sie die jeweils eingenommenen/ausgeübten Berufs-
bzw. Positionsbezeichnung noch mit einer stichwortartigen Auflistung der
wichtigsten/relevantesten jeweiligen Aufgaben- und
Verantwortungsbereiche, wobei die Verwendung grafischer
Aufzählungszeichen die Übersichtlichkeit fördert.
Sehr kurze Arbeitsverhältnisse (bis zu ein paar Wochen) werden am besten
gar nicht dokumentiert. Wenn Sie im Zuge Ihrer beruflichen Karriere
viele Stellen schon nach relativ kurzer Zeit wieder beendet haben,
empfiehlt es sich, besser nicht jede Firma einzeln aufzulisten, sondern
ähnliche Branchen- bzw. Berufserfahrungen zusammenzufassen, um derart
nicht von vornherein den (eher negativen) Eindruck eines "Job-Hoppers"
zu vermitteln.
Vor allem die letzten bzw. aktuelleren Berufsstationen aber auch jene
Dienstverhältnisse, die mit dem aktuell angestrebten Berufsziel am
ehesten zu vergleichen sind, sollten Sie nach Möglichkeit
ausführlicher/detaillierter beschreiben.
(Berufliche) Weiterbildung / Zusatzqualifikationen
Zur Weiterbildung werden sämtliche Bildungsaktivitäten gezählt, die
berufsbegleitend und/oder nach Abschluss der eigentlichen/ursprünglichen
Berufsausbildung absolviert wurden. Dazu zählen vor allem jegliche
Besuche von beruflich-relevanten Seminaren, Kursen, Lehrgängen und
ähnlichen zertifizierten/belegbaren Weiterbildungsveranstaltungen, die
mit dem anvisierten Bewerbungs-Ziel in Zusammenhang stehen (könnten).
Obwohl hier für eine grobe Einschätzung der Wissens-Aktualität in der
Regel die Angabe der entsprechenden Jahreszahl/en ausreicht, ist es
ratsam, bei längeren und/oder intensiveren Weiterbildungen die Dauer
bzw. die zeitliche Intensität (zB Wochenstunden) der
Bildungsveranstaltungen zu dokumentieren.
Neben den Namen der Weiterbildungsinstitutionen sowie den
Kurs-Bezeichnungen sollten Sie auch hier auf absolvierte Prüfungen,
Diplome und ähnliche Zertifizierungen sowie auf alle
überdurchschnittlich guten Leistungen und Ergebnisse ausdrücklich
hinweisen.
Besondere Kenntnisse/ Qualifikationen / Fachkenntnisse
In diesem abschließenden Kapitel des Lebenslaufes sollten alle beruflich
relevanten/wesentlichen Fähigkeiten möglichst vollständig und
übersichtlich aufgelistet werden, wobei vor allem bei differenzierteren
Qualifikationen (wie zB bei Fremdsprachen) in der Regel auch
noch dokumentiert wird, wie gut dieselben beherrscht werden.
Anschauungsbeispiele für – relativ universell einsetzbare – Fertigkeiten
und Qualifikationen sind u.a.: |
| |
* Fremdsprachen
- zB in folgender Abstufung:
Muttersprache –
verhandlungssicher/perfekt – fließend – sehr gut – gut – in Wort
& Schrift – konversationsfähig – Grundkenntnisse |
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*
EDV/IT-Kenntnisse: Anwender-Software, Betriebssysteme,
Programmierkenntnisse u.ä. |
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| |
*
Büro-Kenntnisse: Rechtschreibung, Buchhaltung,
Maschinschreiben, Stenografieren u.ä. |
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*
Lenkerberechtigungen: Führerschein-Klassen – eigener PKW
vorhanden, Staplerschein u.ä. |
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Auch wenn die Beschreibung von persönlichen "Hobbies und Interessen"
nicht unbedingt erforderlich ist, spricht dennoch nichts gegen eine
diesbezügliche Auflistung, solange man darin keine unpassenden,
gefährlichen/riskanten und/oder besonders zeitintensiven
Freizeitbeschäftigungen anführt.
Genauso verhält es sich übrigens mit dem abschließenden Anführen von
Austellungs-Ort, Datum und Unterschrift; diese Bezeugung der
Aktualität und Korrektheit der Angaben können Sie zwar
leisten, verpflichtend ist diese - bei Bewerbungen in Österreich -
jedoch nicht.
Für eine (unverbindliche) Begutachtung- bzw. eine inhaltliche,
strukturelle und optische Perfektionierung Ihres Lebenslaufes durch
erfahrene Karriere-Berater nehmen Sie am besten
mit uns Kontakt auf. |
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Bewerbungsschreiben
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Ihr Bewerbungsschreiben (auch Anschreiben oder Motivationsschreiben
genannt) stellt keinesfalls nur eine reine Formalität im Rahmen
Ihrer Bewerbungsunterlagen dar, sondern sollte in seiner Bedeutung für
Ihren Bewerbungserfolg nicht unterschätzt werden. Damit Ihr
Bewerbungsschreiben auch tatsächlich das Interesse der
Personalentscheider wecken kann, erfahren Sie im Folgenden ... |
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| Was ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben
ausmacht |
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Versetzen Sie sich in die Situation des Personalentscheiders
Im Gegensatz zum Lebenslauf, der einen relativ undifferenzierten
Gesamtüberblick über den Werdegang eines Bewerbers liefert, sollte ein
Bewerbungsschreiben den Empfängern konkrete Antworten auf folgende
Fragen liefern:
Was spricht ausgerechnet für mich als Bewerber?
Wovon können zukünftige Arbeitgeber im Falle meiner Beschäftigung
konkret profitieren?
Die Inhalte eines "ansprechenden" Anschreibens sollten also für den
Job-Anwärter ausdrücklich werben und vor allem jene Teile der jeweiligen
|
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* Ausbildung, |
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*
Berufserfahrung/-praxis, |
| |
*
fachlichen Kompetenzen ("Hard Skills") |
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*
persönlichkeitsbezogenen Stärken ("Soft Skills") |
|
beschreiben, die für die zu besetzende Position/Funktion besonders
relevant bzw. wichtig sind.
Mit einer entsprechend übereinstimmenden inhaltlichen Schwerpunktsetzung
können Sie also nicht nur Ihre persönliche Eignung für den konkreten Job
belegen, sondern auch Ihre realistische Erwartungshaltung
transportieren, indem Sie sinngemäß signalisieren: "Ich weiß genau,
worauf es in dieser Funktion/Position bzw. in diesem Unternehmen
ankommt!"
Bewerber müssen sich also beim Verfassen eines Bewerbungsschreibens
immer wieder aufs Neue überlegen, worauf bei der vorliegenden
ausgeschriebenen Funktion/Stelle bzw. dem jeweiligen Unternehmen
(vermutlich) gesteigerter Wert gelegt wird, um sich anschließend selber
auch entsprechend "passend" zu beschreiben. Mit - leider
immer noch weit verbreiteten - Serienbriefen können Bewerber diesem
Anspruch – wenn überhaupt – bestenfalls zufällig und nur in Teilen
gerecht werden, weshalb von der Verwendung dieser typischen
"Massenbrief-Aussendungen" auch nur abgeraten werden kann.
Nur ein "maßgeschneidertes" Bewerbungsschreiben verspricht Erfolg
Eine ebenfalls weit verbreitete Unsitte unter Bewerbern ist es,
vorgefertigte Bewerbungsschreiben aus Bewerbungs-Ratgebern oder aus dem
Internet einfach (zB mittels "copy & paste") zu übernehmen oder die
Formulierung ganzer Sätze wort-wörtlich abzuschreiben. Da jedoch
(erfahrene) Personalisten in der Regel auf den ersten Blick erkennen
können, ob eine "schriftliche Selbstpräsentation" maßgeschneidert und
somit authentisch selbst erstellt wurde oder lediglich "von der
Stange" kommt, sollten Sie den Versuchungen widerstehen, vermeintlich
(!) erfolgversprechende Bewerbungsschreiben-Texte einfach zu übernehmen
oder ein und dasselbe Standard-Bewerbungsschreiben für verschiedene Jobs
unverändert anzuwenden.
Bleiben Sie daher beim Erstellen Ihres Anschreiben-Textes unbedingt
Ihrer Sprache und Ihrem eigenen Formulierungs-Stil treu und vermeiden
Sie leere Floskeln und bloße "Lippen-Bekenntnisse" wie zB "Ich kann
Ihren Anforderungen zur Gänze entsprechen.". Ebenso wenig sinnvoll -
wenn auch weit verbreitet - ist die Verwendung einfacher und beliebig
erscheinender Aufzählungen mehrerer persönlichkeitsbezogener
Charakter-Stärken, wie zB "Weiters kann ich mich als teamfähig, flexibel
und belastbar bezeichnen.". Wesentlich sinnvoller ist es, anschaulich zu
beschreiben, wobei Sie selber bereits einzelne "Soft-Skills" konkret
unter Beweis stellen konnten.
Jedenfalls empfiehlt es sich, noch vor dem Versenden Ihres
Bewerbungsschreibens
kompetentes Feedback
dazu einzuholen. |
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| Die formalen Anforderungen an ein zeitgemäßes
Bewerbungsschreiben |
| |
Im Gegensatz zum Inhalt des Anschreibens, welcher auch auf die Art
der Bewerbung und die jeweiligen Anforderungen abgestimmt wird (s.u.),
gelten die folgenden Empfehlungen für den formalen Rahmen eines
Bewerbungsschreibens recht universell:
Der Briefkopf enthält Name (gegebenenfalls mit Titel),
Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse und kann (zB mit Rahmen oder
Zentrierung, ...) - als "persönliche Note" - durchaus auch kreativ
gestaltet werden.
Bei den Empfängerangaben wird das Wort "Firma" nur dann
vorangestellt, wenn aus dem Firmennamen (zB durch die Beschreibung der
Unternehmensform) nicht klar erkennbar ist, dass es sich um keine
Privatperson handelt; so wäre beispielsweise die Schreibweise "Firma
Martin Müller" oder auch "Martin Müller KG" richtig, wohingegen der
Wortlaut "Firma Martin Müller KG" nicht mehr korrekt ist.
In der "zu Handen - Zeile" sollten Sie nach Möglichkeit den
vollen Namen (inkl. vorhandener Titel) einer zuständigen Ansprechperson
vermerken. Falls Ihnen diese nicht bekannt ist, können Sie ohne weiteres
im entsprechenden Unternehmen anrufen und nachfragen, wer für die
konkrete Stellenausschreibung bzw. - im Falle einer Aktivbewerbung -
ganz allgemein für Personaleinstellung / Recruiting zuständig ist.
Erst wenn Sie den konkreten Namen nicht eruieren können, sollten Sie auf
mögliche Alternativbezeichnungen (wie z.B. "zH Personalabteilung")
ausweichen. Seit 2007 kann der eigentliche zu-Handen-Zusatz ("z.Hd."
oder "zH") übrigens auch entfallen.
Angaben zu Erstellungs-Ort und -Datum werden rechtsbündig - in
Abhängigkeit vom vorhandenen Raum - entweder auf Höhe der untersten
Zeile der Empfängeradresse oder 1-3 Zeilen darunter platziert, wobei die
Ortsangabe entfallen kann, wenn diese mit der oben angeführten
Absenderanschrift übereinstimmt.
Verzichten Sie in der Betreffzeile ruhig auf das Anführen des
Leitwortes ("Betrifft" oder "Betreff") und heben Sie stattdessen die
gesamte Zeile zB mit Fettdruck, Unterstreichung, größerem Schriftgrad
u.ä. optisch hervor.
Auf die anonyme Anrede-Formulierung "Sehr geehrte Damen und
Herren" sollte nur dann zurückgegriffen werden, wenn keine konkreten
Ansprechpersonen ausfindig gemacht werden konnten. Mit einer
persönlichen, namentlichen Anrede - wie z.B. "Sehr geehrte Frau Mag.
Mayer" (keinesfalls auf vorhandene Titel vergessen!) - sammeln Sie
gleich in der Brief-Eröffnung die ersten Plus-Punkte.
Gestalten Sie den Anschreiben-Text in inhaltlich zusammenhängenden- und
durch Leezeilen voneinander getrennten Absätzen damit er optisch wie
strukturell übersichtlich und nachvollziehbar wird. Jedenfalls darf der
Text des gesamten Bewerbungsschreibens die Grenze von einer vollen
A4-Seite (mit ausreichendem Seitenrand) keinesfalls sprengen.
Mit allgemein üblichen abschließenden Grußformel wie "Mit
freundlichen Grüßen" oder "Freundliche Grüße" sind Sie zumeist auf der
sicheren Seite; nur in Ausnahmefällen sind auch andere - dem Anlass
jeweils entsprechende – Verabschiedungen möglich. Achten Sie bei
Bewerbungen per Briefpost auch immer darauf, jedes Bewerbungsschreiben
stets eigenhändig zu unterschreiben.
Den Anlagen-Vermerk leiten Sie entweder mit der (optisch
hervorgehobenen) Bezeichnung "Anlage/n" bzw. "Beilage/n" ein oder Sie
verzichten auf diese Einleitung und kennzeichnen die eigentliche
Auflistung der Anlagen selbst durch ein verändertes Schriftbild (z.B.
kursiv oder mit geringerem Schriftgrad).
Bei der weiteren Besprechung der Anschreiben-Inhalte macht es Sinn, die
zwei folgenden Arten von Bewerbungsschreiben grundsätzlich voneinander
zu unterscheiden: |
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| Das Inserat-Bewerbungsschreiben |
| |
Bei dieser Art der Bewerbung beziehen sich die Inhalte des
Anschreibens auf - z.B. in Zeitungen oder auf Internet-Jobbörsen -
veröffentlichte Stellenausschreibungen; daher ist es bei dieser
Bewerbungsvariante auch dringend empfehlenswert, genau jene
Qualifikationen in den Mittelpunkt der schriftlichen Selbst-Präsentation
zu stellen, auf die der zukünftige Arbeitgeber im Wortlaut seines
Stelleninserates besonderen Wert legt. Dabei werden vor allem im
Anforderungsprofils sowie in Form der Tätigkeits- und manchmal auch der
Firmenbeschreibung vorausgesetzte bzw. erwünschte Kompetenzen und
Eigenschaften definiert.
Die Aufgabe des Bewerbers besteht nun darin, das Stelleninserat
möglichst genau zu analysieren und - gemäß den darin beschriebenen
Anforderungen - ein möglichst gut "passendes" persönliches
Qualitätsprofil zu entwickeln. Dieses "maßgeschneiderte" Angebot wird
anschließend im Bewerbungsschreiben schriftlich fixiert, wobei die Worte
aus dem Inserat aber nach Möglichkeit nicht einfach 1zu1 wiederholt
werden sollten. Mit unveränderten Serienbrief-Bewerbungen kann man
laufend variierenden Anforderungsprofilen natürlich zumeist nicht
ausreichend gerecht werden ...
Auch wenn Sie nicht sämtlichen Anforderungen entsprechen können, können
Sie sich dennoch bewerben, da sich die Inseratgestalter in der Regel des
Umstandes bewusst sind, dass ihre "Wunschlisten" ohnehin nicht zur Gänze
erfüllbar sind.
Zum Aufbau eines Inserat-Bewerbungsschreibens
Gleich in der Einleitung sollten Sie dem Personalentscheider kurz
erklären, welche konkreten Inhalte der Stellenausschreibung Sie
besonders angesprochen haben bzw. was Sie beim Lesen des Inserates zur
vorliegenden Bewerbung veranlasst hat. Dabei können Sie selber
auswählen, ob Ihre persönliche Bewerbungsmotivation durch das anbietende
Unternehmen, die beschriebenen Aufgabenbereiche oder andere
Inseratinhalte geweckt wurde.
In der anschließenden Selbstbeschreibung präsentieren Sie vor allem
genau jene Punkte Ihrer Ausbildung, Berufserfahrung,
Zusatzqualifikationen und persönlichen Eigenschaften, die im
Stelleninserat direkt gewünscht werden und die für die beschriebenen
Aufgaben- und Verantwortungsbereiche – Ihrer Meinung nach –
außerdem noch relevant sein könnten.
Verabsäumen Sie es abschließend nicht, auf Ihr eigentliches Ziel - die
Einladung zu einem weiterführenden Vorstellungsgespräch - in Form eines
finalen Appells an den Leser ausdrücklich hinzuweisen. |
| |
| Das Aktiv-Bewerbungsschreiben |
| |
Da ein Aktiv-Bewerbungsschreiben (als Resultat Ihrer
Eigeninitiative) durch keine Stellenausschreibung verursacht wird,
spricht man alternativ auch von einer Initiativ- oder unaufgeforderten
Bewerbung. Grundlegende strategische Überlegungen zu dieser - von
Arbeitssuchenden oft unterschätzten - Bewerbungsform finden Sie im
Kapitel Initiativbewerbung.
Im Gegensatz zum Inserat-Bewerbungsschreiben (s.o.) kann man sich bei
der inhaltlichen Gestaltung des Aktiv-Bewerbungsschreibens in der Regel
nicht an einem Anforderungsprofil oder einer Tätigkeitsbeschreibung
orientieren. Daher ist es umso wichtiger, die folgenden Punkte zu
beachten: |
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| |
*
Beschreiben Sie gleich in der Betreffzeile oder in der
Einleitung, für welche Funktion/en, Position/en bzw. für welche
Aufgabenbereiche Sie prinzipiell Ihre Mitarbeit anbieten
(können). |
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| |
*
Machen Sie bereits im ersten Absatz für den/die Leser
nachvollziehbar, warum Sie sich gerade bei dieser Firma (oder
zumindest für den/die genannten Tätigkeitsbereich/e) bewerben (s.u.). |
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| |
*
Beschreiben Sie dann all jene Aspekte Ihrer Aus- und
Weiterbildung, Berufserfahrung, Zusatz-Qualifikationen und
persönlichen Eigenschaften, die – Ihrer Meinung nach – für den
von Ihnen anvisierten Einsatzbereich wesentlich/wichtig sind. |
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|
| |
*
Vergessen Sie auch hier nicht darauf, abschließend ein
"weiterführendes persönliches Gespräch" vorzuschlagen. |
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Die besondere Bedeutung einer "maßgeschneiderten" erklärenden
Einleitung
Ein Personalist, der Ihre Initiativbewerbung erhält, wird sich zunächst
einmal fragen, warum Sie sich (unaufgefordert) ausgerechnet bei seinem
Unternehmen bewerben. Diese Frage sollten Sie gleich im
Einleitungsabsatz Ihres Aktiv-Bewerbungsschreibens - beispielsweise
mit folgenden exemplarischen Inhalten - beantworten:
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*
Sie führen - bereits im Vorfeld (z.B. im Internet)
recherchierte - konkrete positive Informationen über die Firma
als Bewerbungsauslöser an. |
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*
Sie beziehen sich auf den ausgezeichneten Ruf, den das
Unternehmen in der Branche / in der Öffentlichkeit / in den
Medien u.ä. genießt. |
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| |
*
Sie kennen die Empfänger-Firma bereits als zufriedener
Kunde, der sich mit der Qualität der Produkte gut identifizieren
kann. |
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*
Sie beschreiben ganz neue positive (gerne auch
unkonventionelle) Bewerbungs-Motive, die den Personalisten
aufmerksam werden- und gespannt weiterlesen lassen ... |
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Jedenfalls lohnt es sich gerade bei dieser Bewerbungsform, von
allen Unternehmen, bei denen Sie sich unaufgefordert bewerben wollen,
konkrete Informationen (zB im Internet, in Fach-Publikationen u.ä.
Quellen) zu sammeln und diese gleich in Ihr Anschreiben einfließen zu
lassen.
Auf diese Weise sollten Sie zumindest der Einleitung Ihres
Aktiv-Bewerbungsschreibens einen "maßgeschneiderten" Eindruck verleihen;
aber auch bei der anschließenden Präsentation Ihrer Qualifikationen
macht es durchaus Sinn, sich zu überlegen, worauf das mit Ihrer
Aktivbewerbung konfrontierte Unternehmen wohl besonderen Wert legen
wird. |
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Anlagen
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Die Anlagen stellen in vielen Bewerbungsfällen einen wesentlichen
Bestandteil der Bewerbungsunterlagen dar, da mit Ihnen die wesentlichen
Angaben und Informationen aus dem Lebenslauf und dem Bewerbungsschreiben
für den/die Personalentscheider belegbar/nachvollziehbar gemacht werden
sollen. Die wichtigsten prinzipiell möglichen Anlagen-Elemente umfassen: |
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| Informationen zur korrekten Rangreihung Ihrer Anlagen finden weiter
unten - im Kapitel zur Bewerbungsmappe. Bei welchen Bewerbungen
welche Anlagen erwartet werden, hängt vor allem von der vorliegenden
Bewerbungs-Art ab: |
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Die korrekte Anlagen-Erstellung im Falle einer INSERAT-Bewerbung:
In den meisten Stellenausschreibungen finden Sie - mehr oder weniger
konkrete - Informationen dazu, welche Anlagen im Rahmen der
schriftlichen Bewerbungen erwartet werden. Diesen Erwartungen sollte man
als Bewerber tunlichst entsprechen. Wenn Sie also zum Beispiel keine
Arbeitszeugnisse beilegen wollen, obwohl diese ausdrücklich in der
Stellenausschreibung gewünscht werden, kann das bereits die
Aussortierung/Nicht-Berücksichtigung Ihrer Bewerbung bedeuten ...
Wenn in Stellenausschreibungen von
"ausführlichen/aussagekräftigen/kompletten" oder "vollständigen"
Bewerbungsunterlagen die Rede ist, heißt dies in der Regel, dass
(relevante!) Anlagen erwartet werden wobei Sie selber über die jeweilige
Anlagen-Relevanz entscheiden. Treffen Sie dabei aber unbedingt eine
kritische Auswahl nur jener Zeugnisse/Nachweise/Bestätigungen, die –
Ihrer Meinung nach – relevante Qualifikationen hinsichtlich der
vorliegenden Position belegen können. Da sich Personalisten in der Regel
mit der Sichtung von Bewerbungsunterlagen nicht lange aufhalten wollen,
sollten Sie sich (auch) hier am Motto "Klasse VOR Masse" orientieren und
keinesfalls prinzipiell immer möglichst viele/alle Nachweise beilegen!
Für die korrekte Reihenfolge, mit der Anlagen heutzutage
zusammengestellt werden, gelten dieselben Richtlinien, wie für die
Konzipierung einer Bewerbungsmappe (s.u.).
Manchmal wird auch bereits in Stelleninseraten die Angabe von
Gehaltsvorstellungen ausdrücklich gewünscht. Falls Sie jedoch Ihren
Gehaltswunsch erst im Vorstellungsgespräch konkretisieren wollen,
sollten Sie zumindest Ihr Anschreiben sinngemäß mit folgendem Hinweis
versehen: "nach Vereinbarung im persönlichen Gespräch".
Natürlich versenden Sie (per Post) zu Bewerbungszwecke sämtliche
Anlagen-Dokumente (Zeugnisse, Zertifikate, Nachweise) niemals im
Original, sondern stets in Kopie, wobei Sie bei der Erstellung dieser
Kopien (bzw. Scans im Fall von Online-Bewerbungen) vor allem auf eine
gute Lesbarkeit sämtlicher Inhalte achten sollten.
Die korrekte Anlagen-Erstellung im Falle einer INITIATIV-Bewerbung:
Im Fall von (unaufgeforderten) Initiativbewerbungen werden üblicherweise keine Anlagen erwartet bzw. versendet, da es bei dieser
Bewerbungsstrategie vor allem darum geht, zuerst einmal das grundlegende
Interesse des Personalisten, Sie persönlich kennen lernen zu wollen, zu
wecken. Zu einem weiterführenden Gespräch nehmen (auch) Aktiv-Bewerber
ohnehin alle in Frage kommenden Unterlagen mit und können diese dann bei
Bedarf auch vorlegen.
Dennoch spricht aber auch bei Aktiv-Bewerbungen grundsätzlich nichts
dagegen, einzelne (besonders relevante/aussagekräftige/positive)
Nachweis-Kopien/-Scans "auf freiwilliger Basis" auch einer
Initiativbewerbung beizulegen. |
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Das Bewerbungs-Foto / Lichtbild |
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| Auch wenn Bewerber (und dabei vor allem die Bewerberinnen!) dem -
der Bewerbung beigefügten - Lichtbild meist mit recht gemischten
Gefühlen gegenüberstehen, wird das Bewerbungs-Foto auch bei uns in
Österreich (nicht zuletzt aufgrund der immer weiter verbreiteten
Digitalfotografie-, Scan- und Druck-Möglichkeiten) immer mehr zum
Standard. Daher ist es auch empfehlenswert, beim Erstellen und
Anfertigen von Fotografien für Bewerbungszwecke folgende Grundregeln zu
beachten: |
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* Verwenden Sie zu Bewerbungszwecke besser
keine (offensichtlichen) Urlaubsfotos oder billig wirkende Fotos
aus Selbstbedienungsautomaten oder von Foto-Ketten. |
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* In der Regel werden für Bewerbungs-Fotos
Portrait-Aufnahmen verwendet, die den Kopf und einen Teil des
Oberkörpers wiedergeben. Andere Aufnahmeperspektiven (wie z.B.
Ganzkörperaufnahmen) sollten nur dann eingesetzt werden, wenn
diese ausdrücklich gewünscht werden. |
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* Idealerweise suchen Sie einen
Studiofotografen auf, der sich für die professionelle Aufnahme
Ihrer Portraitfotos genügend Zeit nimmt (richtiger Hintergrund,
optimale Beleuchtung, Finden Ihrer "Schokoladenseite" u.ä.). |
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* Tragen Sie zum Fototermin
(zumindest am Oberkörper) ein ähnliches Outfit, das Sie auch für
ein Vorstellungsgespräch anziehen würden. |
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* Platzieren Sie Ihr Bewerbungs-Foto
(normalerweise rechts oben) auf Ihrem Lebenslauf oder zentral
auf dem Deckblatt einer Bewerbungsmappe, wobei Sie im Zuge Ihrer
Lichtbild-Integration qualitativ hochwertige Digital-Aufnahmen,
Scanner und Drucker verwenden sollten. |
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| Dienst- und Arbeitszeugnisse |
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| Mit Dienst- oder Arbeitszeugnissen dokumentieren Arbeitgeber die
Arbeitsverhältnisse ihrer Mitarbeiter. Diese - für viele
Personalentscheider relativ wichtigen Dokumente - können prinzipiell in
zwei verschiedenen Formen ausgestellt werden: |
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Das einfache Arbeitszeugnis enthält - in Form einer bloßen "Abeits-Bestätigung"
- üblicherweise nur relativ kurze Angaben bezüglich: |
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* Name und Geburtsdaten des beurteilten
Arbeitnehmers |
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* ausgeübte Berufsbezeichnung bzw.
eingenommene Funktion |
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* Dauer des
Arbeitsverhältnisses |
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In einem qualifizierten/ausführlichen Arbeitszeugnis können
überdies noch zusätzliche Informationen u.a. aus folgenden Bereichen
platziert werden: |
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* zugeteilte Aufgaben- und
Verantwortungsbereiche |
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* (funktionelle bzw. hierarchische)
Weiterentwicklung im Verlauf der Firmenzugehörigkeit |
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* ausdrückliche Hinweise auf besondere
Leistungen und Verdienste |
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* Beurteilung des beruflich relevanten
Sozial-Verhaltens |
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* zusammenfassende Gesamtbeurteilung
(typische Formulierungen - siehe unten) |
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* Angaben zur Beendigung des
Dienstverhältnisses (v.a. Begründung und Art) |
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* Schlussformulierungen (v.a.
Dankesworte und "Zukunfts-Wünsche") |
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| Vor allem die qualifizierten/ausführlichen Arbeitszeugnisse haben
im Rahmen der Anlagen oft einen besonders hohen Stellenwert, da aus
denselben die meisten Personalentscheider versuchen, mehr oder weniger
verborgene Botschaften der ehemaligen Arbeitgeber über das
"tatsächliche" Arbeitsverhalten der Bewerber heraus zu lesen. Da aus
arbeitsrechtlicher Sicht von Zeugnis-Autoren keine offensichtlich (!)
negativen Formulierungen/Bewertungen verwendet werden dürfen, hat
sich im Laufe der Zeit ein eigener "versteckter" Beurteilunsg-Code
entwickelt, mit denen Personalisten dennoch unterschiedliche (und auch
negative) Beurteilungen transportieren können. So finden sich in
Dienstzeugnissen nicht selten Formulierungen, die zwar auf den ersten
Blick - zumindest für die beurteilten Arbeitnehmer - durchaus positiv
klingen, die aber in Wirklichkeit in Form einer "Geheimsprache zwischen
den Zeilen" für eingeweihte Personalentscheider eindeutige Kritik
transportieren ... |
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| Da bei der Interpretation dieses versteckten "Beurteilungs-Codes"
jedoch viele verschiedene Faktoren zu berücksichtigen sind und
inzwischen bereits zahlreiche unterschiedliche Zeugniscodes/-beurteilungsformeln/-formulierungen
exisitieren, sind Laien mit der korrekten Analyse ihrer eigenen
Arbeitszeugnisse schnell überfordert. Bevor Sie also eigene
Arbeitszeugnisse Ihren Bewerbungsunterlagen beilegen, ohne zu wissen, ob
Sie damit nicht Ihrem Bewerbungserfolg eher Schaden zufügen, sollten Sie
sich über die gängigsten Beurteilungsformeln informieren oder gleich die
Inhalte Ihrer
Dienst-Zeugnisse von uns analysieren lassen. Beispielsweise
entsprechen folgende typische Arbeitszeugnis-Formulierungen den
entsprechenden Gesamtbeurteilungen der - in Klammern ergänzten -
Schulnoten: |
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| "Herr/Frau XY hat die ihm/ihr übertragenen Aufgaben ... |
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... stets zu unserer vollsten
Zufriedenheit erledigt." (Sehr gut - 1/5) |
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... stets zu unserer vollen
Zufriedenheit erledigt." (Gut - 2/5) |
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... zu unserer vollen
Zufriedenheit erledigt." (Befriedigend - 3/5) |
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... zu unserer Zufriedenheit erledigt". (Genügend -
4/5) |
| "Herr/Frau XY hat sich bemüht,
alle ihm/ihr übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu
erledigen." (Nicht genügend - 5/5) |
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| Neben diesem - bereits relativ gut bekannten -
Gesamtbewertungsschlüssel gibt es jedoch noch ein breites Spektrum an
weiteren nachteiligen/negativen Zeugnisformulierungen, die für
Zeugnis-Laien noch weitgehend unbekannt geblieben sind. Wenn Sie sich
also selber nicht ganz sicher sind, ob nicht auch Ihre Arbeitszeugnisse
derartige versteckte Botschaften enthalten,
nehmen Sie doch einfach mit uns Kontakt auf – wir stehen Ihnen
natürlich auch bei der Analyse und Interpretation Ihrer Zeugnistexte
beratend zur Seite. |
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| Aus- und Weiterbildungsnachweise |
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| Falls im Fall von ausgeschriebenen Stellen auch Anlagen erwartet
werden (s.o.), liegt es an Ihnen, die geforderten/gewünschten
Qualifikationen am besten mit Zeugnissen, Zertifikaten und/oder Aus-
bzw. Weiterbildungsbestätigungen zu belegen. Bei der Auswahl der
entsprechenden Nachweise und der Zusammenstellung im Rahmen Ihrer
Anlagen gilt jedoch: "Klasse statt Masse!" |
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| Selbst bei ausführlichen Bewerbungsunterlagen oder umfassenden
Bewerbungsmappen sollte man die Personalentscheider tunlichst NICHT mit
sämtlichen Zeugnissen und Nachweisen (z.B. mit alten
Grundschulzeugnissen oder irrelevante Teilprüfungszeugnissen)
überhäufen, die sich im Verlauf Ihres bisherigen Werdeganges angesammelt
haben. In der Regel reicht es, die Scans/Kopien der letzten bzw.
höchsten Ausbildungs-Abschlüsse beizulegen. Vermutlich werden auch nicht
immer alle privaten wie beruflichen Weiterbildungs-Belege für die
entsprechende Stelle von Bedeutung sein. Überlegen Sie sich bei der
Auswahl daher am besten ... |
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* welche Qualifikationen für die ausgeschriebene
Position benötigt werden, |
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* welche dieser Kompetenzen Sie mit
passenden Ausbildungsnachweisen belegen können, |
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* und welche dieser geeigneten
Nachweise enthalten zumindest durchschnittliche (oder bessere)
Leistungs-Bewertungen, |
| ... und schon haben Sie eine passende
Auswahl an geeigneten Belegen zusammengestellt. Abschließende
bringen Sie diese Nachweise in eine Reihenfolge, die entweder
mit dem zeitlich aktuellsten Dokument oder auch mit der -
hinsichtlich des Anforderungsprofils - wichtigsten/relevantesten
Ausbildung beginnt. |
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| Bonus-Blatt |
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| Das Bonus-Blatt soll - zumindest in der Theorie - Bewerbern eine
zusätzliche Möglichkeit bieten, sich - mit einer Erweiterung der
Standard-Bewerbungsunterlagen um eine spezielle Seite - von den
Mitbewerbern zu unterscheiden und derart die Aufmerksamkeit der
Personalverantwortlichen auf die Bewerbung zu lenken. Da diese
Empfehlung jedoch bereits in die meisten Bewerbungs-Ratgeber Einzug
gehalten hat und sich der Informationsgehalt bzw. die Anschaulichkeit
und Glaubwürdigkeit der daraufhin zahlreich generierten Bonus-Seiten
eher in Grenzen hält, sollte man als Bewerber NUR DANN dieses
Bewerbungs-Instrument anwenden, wenn man darin für die Personalisten
auch tatsächlich konkrete und anschauliche "Zusatzangebote" machen kann,
die im Bewerbungsschreiben noch keinen (ausreichenden) Platz gefunden
haben. Mögliche Inhalte eines derartigen Bonus-Blattes sollten also für
potenzielle Arbeitgeber einen echten "Bonus" in Aussicht stellen
und beispielsweise folgende Bereiche betreffen: |
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* Wie das Unternehmen ganz konkret gerade
von Ihrer Mitarbeit profitieren kann |
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* Welche möglichen (weiterführenden)
Einsatzgebiete sich auf Ihrem Qualitätsprofil ergeben können |
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* Welche - beruflich relevanten - Ziele und Erfolge
Sie bisher schon erreichen konnten |
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* Hintergrundinformationen und
Kommentare zur bisherigen Entwicklung Ihrer Karriere |
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* Beschreibung der Entwicklung Ihrer
konkreten Bewerbungsmotivation |
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* Darstellung Ihrer persönlichen
Visionen und Ideen, die Sie - im Rahmen der anvisierten Position
- verwirklichen wollen |
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* ... u.ä. |
| Mit einer - in diesem Zusammenhang weit
verbreiteten - bloßen Auflistung von selbst zugeschriebenen
Persönlichkeits-Eigenschaften ("Soft-Skills") werden Sie
heutzutage den/die Personalisten jedoch nicht zwingend dazu
veranlassen, Sie unbedingt persönlich kennen lernen zu wollen.
Bevor Sie also lediglich eine Aneinanderreihung wenig
anschaulicher/überzeugender "Lippenbekenntnisse" auf Ihrem
Bonus-Blatt abliefern, verzichten Sie besser ganz auf dieses -
nur in Ausnahmefällen auch wirklich sinnvolle - Anlage-Element. |
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| Arbeitsproben |
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Eine deutlich effizientere Möglichkeit, der eigenen Bewerbung eine
individuelle Note zu verleihen, stellt die Verwendung von Arbeitsproben
dar. Vor allem (aber nicht nur) in gestalterischen, publizierenden und
anderen kreativen Berufsbildern können Bewerber mit entsprechenden
Anschauungsmaterialien ihres Könnens bei Personalentscheidern eigentlich
nur punkten.
Am einfachsten produzieren Bewerber Anlagen mit selbst erstellten bzw.
gestalteten Texten, Lay-outs, Programmen, Publikationen u.ä. einfach zu
vervielfältigenden Inhalten, die man dann als Kopie/Scan/Datei der
eigenen Bewerbung beilegt. Andere Arbeitsproben erfordern dann für einen
entsprechenden Bewerbungseinsatz aber schon mehr Phantasie und/oder
Improvisationstalent. So lassen sich aber sicher auch selbst gestaltete
Schaufenster-Dekorationen, selbst angelegte Grünanlagen oder ein selbst
geplanter und aufgebauter Messe-Stand in Form entsprechender
Digital-Fotografien – im passenden Berufsbereich – bestimmt
förderlich einsetzen.
Bei sämtlichen Arbeitsproben sollten Sie jedoch immer auch die
Eigentumsverhältnisse beachten und im Zweifelsfall die Erlaubnis für die
Verwendung der entsprechenden Materialien in Ihrer Bewerbung vom
tatsächlichen Eigentümer einholen. |
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| Referenzliste |
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In einer Referenzliste werden Name, Titel, (hierarchische oder
funktionelle) Positionsbeschreibung und Kontaktmöglichkeiten von -
zumeist vorgesetzten - Personen aufgelistet, die über Teile des
bisherigen beruflichen Werdeganges (inkl. Ausbildungszeiten) des
Bewerbers (möglichst positive) konkrete Auskunft erteilen können.
Im Gegensatz zu früheren Bewerbungs-Modalitäten ist das
unaufgeforderte Beilegen von Referenzlisten (auch kurz "Referenzen"
genannt) heute in den meisten Berufsfeldern nicht mehr üblich. Sobald
Sie jedoch im Rahmen einer Bewerbung ausdrücklich dazu aufgefordert
werden, sollten Sie vorher möglichst auch die Nennungs-Zustimmung der
potenziellen Referenzgeber einholen. |
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| Handschriftenprobe |
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Im Gegensatz z.B. zu Frankreich wirken handgeschriebene
Bewerbungsunterlagen in Österreich in der Regel als veraltet bzw. als
nicht mehr "up-to-date". Trotzdem werden von manchen Unernehmen
(üblicherweise bereits im Text der Stellenausschreibung) ausdrücklich
Handschriftenproben - z.B. in Form eines handgeschriebenen Lebenslaufs -
gefordert. Wie bei den meisten ausdrücklichen "Anlagenwünschen" durch
potenzielle Arbeitgeber sollten Bewerber auch dieser Aufforderung
tunlichst nachkommen.
Dabei versuchen Personalentscheider - quasi als "Amateur-Graphologen" -
entweder selbst vom vorliegenden Schriftbild auf die Eigenschaften des
jeweiligen Schreibers zu schließen (z.B. "Ordnungssinn" als Ausdruck
eines optisch ansprechenden und einheitlichen Schriftbildes u.ä.) oder
sie veranlassen eine – mehr oder weniger professionelle – graphologische
Begutachtung. Nach streng wissenschaftlichen Kriterien ist es heute
jedoch zumindest "zweifelhaft", nur auf Basis der Handschriften-Analyse
eindeutige Rückschlüsse auf die Wesensmerkmale einer Person zu ziehen.
Jedenfalls ist es nicht besonders aussichtsreich/empfehlenswert, die
eigene Handschrift bewusst dahingehend verändern zu wollen, damit ein
analysierender Graphologe zu einem "positiveren" Ergebnis kommen möge.
Wenn Sie zu Ablieferung einer Handschriftenprobe aufgefordert werden,
setzen Sie sich am besten im ausgeruhten und entspannten Zustand (z.B.
vormittags) hin und schreiben Ihren (tabellarischen) Lebenslauf oder
auch den Text Ihres Anschreibens auf einem unlinierten Blatt in Ihrer
üblichen Handschrift ab, wobei die Verwendung eines Linienspiegels dabei
die korrekte Zeilenführung erleichtert. Den Rest überlassen Sie getrost
den Graphologen, deren "fragwürdige" Ergebnisse Sie weder vorhersagen,
noch beeinflussen können. |
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Bewerbungsmappe
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| Die Erstellung einer Bewerbungsmappe empfiehlt sich vor allem dann,
wenn zumindest eine der folgenden Bedingungen zutrifft: |
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Sie ergänzen Ihre Bewerbung mit umfangreicheren
Anlagen. |
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Sie bewerben sich für eine -
funktionell oder hierarchisch - höher qualifizierte
Position. |
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Sie erstellen eine Bewerbung, die
Ihnen besonders am Herzen liegt. |
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Falls Sie Ihre Bewerbung (noch) per Briefpost versenden, verwenden
Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsmappe besser keine (billig
wirkenden) Schnellhefter, sondern investieren vorher noch in
handelsübliche "Klemmmappen" aus Kunststoff oder Karton, aus denen
Personalisten auch einzelne Bewerbungs-Dokumente bei Bedarf mit einem
Handgriff entnehmen können.
Im Anschluss finden Sie Informationen zur optimalen
Deckblattgestaltung sowie zur
korrekten Rangreihung sämtlicher Elemente einer Bewerbungsmappe: |
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| Das Deckblatt |
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| Mit einem ansprechenden und informativen Deckblatt ermöglichen Sie
Ihrer Bewerbungsmappe, einen professionellen ersten Eindruck bei den
Personalisten zu erwecken. Damit Sie mit Ihrem Deckblatt aber nicht nur
die optischen-, sondern auch die inhaltlich-strukturellen Möglichkeiten
ausschöpfen, sollten Sie v.a. die folgenden Inhalte auf Ihrem
vollständigen Deckblatt transportieren und dabei auf einen inhaltlich-
und formal stimmigen Gesamteindruck achten: |
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Überschrift / Titel (z.B. Bewerbung,
Bewerbungsmappe, Bewerbungsunterlagen von/für ...) |
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Beschreibung der konkreten Bewerbung
(Funktions-/Positionsbezeichnung, Unternehmensname, ggf.
Kennziffer) |
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Lichtbild des Bewerbers (wird auf dem Deckblatt
etwas größer wiedergegeben, als im Lebenslauf) |
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Bewerber-Daten: Name, Anschrift,
Kontaktmöglichkeiten (Telefon, Email-Adresse) |
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Inhaltsverzeichnis - Überblick über
die nachfolgenden Mappen-Inhalte |
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| Die korrekte Rangreihung der
Bewerbungsunterlagen: |
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* Deckblatt |
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* Bewerbungsschreiben |
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(in postalisch versendeten
Bewerbungsmappen kann das Anschreiben auch lose der
Bewerbungsmappe beigelegt werden) |
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* Lebenslauf |
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* Referenz-/Publikations-Liste
(optional - nur wenn gefordert/vorhanden) |
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* Bonus-Blatt (optional - nur falls
vorhanden) |
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* Dienst- / Arbeitszeugnisse (die aktuelleren
zuerst - antichronologische Reihenfolge) |
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* Ausbildungsbelege (antichronologisch gereiht) |
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* Weiterbildungsnachweise (antichronologisch
gereiht) |
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* Arbeitsproben (optional - nur falls vorhanden) |
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Diese Reihenfolge ist zwar für die meisten Bewerbungen sinnvoll,
aber - in Ausnahmefällen und mit guten Gründen - durchaus auch
entsprechend adaptierbar.
Orientieren Sie sich bei der Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsmappe aber
stets am Motto "Qualität VOR Quantität" und entwerfen Sie besser
eine dünnere, gut zu überschauende Mappe mit durchgehend
wichtigen/relevanten Inhalten, als einen unübersichtlichen "Schmöker",
den die - zumeist unter Zeitdruck stehenden - Personalisten bereits nach
kurzem Durchblättern entnervt weglegen und bei ihrer
Personalentscheidung nicht mehr weiter berücksichtigen ... |
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